AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Dialogakademie FlexCo
Stand: 09.02.2026
1. Anwendbarkeit der AGB
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Vertragsbeziehungen zwischen der Dialogakademie FlexCo (im Folgenden „Anbieter“) und den Kund:innen bzw. Teilnehmer:innen (im Folgenden „Kund:in“), sofern nicht schriftlich etwas Abweichendes vereinbart wurde. Maßgeblich ist die jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültige Fassung dieser AGB.
1.2. Entgegenstehende oder abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen der Kund:innen werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt deren Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.
1.3. Diese AGB gelten für alle vom Anbieter angebotenen Aus- und Weiterbildungen (z. B. LernRäume), Seminare, Workshops, Beratungen, Coachings, Supervisionen und Prozessbegleitungen, unabhängig davon, ob diese in Präsenz, online oder in hybrider Form durchgeführt werden.
2. Gegenstand und Art der Leistung
2.1. Der Anbieter bietet Bildungs-, Trainings- und Beratungsleistungen zur persönlichen, beruflichen und organisationalen Entwicklung an. Die angebotenen Leistungen stellen keine psychotherapeutische, medizinische oder psychiatrische Behandlung dar und ersetzen diese nicht.
2.2. Zu Beginn der Zusammenarbeit können Erwartungen und Ziele gemeinsam geklärt werden. Der Anbieter schuldet jedoch keinen bestimmten Erfolg oder ein konkretes Ergebnis.
2.3 Anerkennung und Förderfähigkeit
Die Kund:innen sind selbst dafür verantwortlich, vor Vertragsabschluss zu prüfen, ob die angebotenen Leistungen für Förderungen, berufliche Anerkennungen, gewerberechtliche oder sonstige formale Zwecke anerkannt werden.
Der Anbieter übernimmt hierfür keine Haftung.
2.4 Eigenverantwortung der Kund:innen
Die Teilnahme an den angebotenen Formaten setzt eine ausreichende psychische und physische Stabilität voraus.
Die Kund:innen tragen die Verantwortung, eigenständig einzuschätzen, ob sie sich für die jeweilige Veranstaltung geeignet fühlen.
3. Vertragsabschluss
3.1. Die Anmeldung zu Aus- und Weiterbildungen, Seminaren oder sonstigen Leistungen des Anbieters erfolgt schriftlich (auch per E-Mail oder Onlineformular) und stellt eine verbindliche Willenserklärung der Kund:in dar.
3.2. Der Vertrag kommt durch schriftliche Anmeldebestätigung des Anbieters (auch per E-Mail) oder durch den Beginn der Leistungserbringung zustande.
4. Kosten und Zahlungsbedingungen
4.1. Die jeweils geltenden Preise für die angebotenen Leistungen werden vor Vertragsabschluss bekannt gegeben (z. B. über Website, Ausschreibung, Anmeldeformular oder individuelles Angebot).
4.2. Die Bezahlung erfolgt nach Rechnungslegung durch Überweisung auf das Konto des Anbieters. Rechnungen sind, sofern kein anderes Zahlungsziel ausdrücklich vereinbart wurde, sofort nach Rechnungslegung fällig.
4.3. Der Anbieter ist berechtigt, Rechnungen auch in elektronischer Form zu übermitteln. Die Kund:in erklärt sich mit der elektronischen Rechnungslegung einverstanden.
4.4. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Mahnspesen sowie Inkasso- und Betreibungskosten im gesetzlich zulässigen Ausmaß in Rechnung zu stellen. Die Geltendmachung weitergehender Schadenersatzansprüche bleibt vorbehalten.
5. Rücktritt, Stornierung und Terminabsagen
5.1. Rücktrittsrecht bei Fernabsatzverträgen
5.1.1. Kund:innen haben bei Fernabsatzverträgen das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten, sofern keine gesetzliche Ausnahme besteht.
5.1.2. Die Rücktrittsfrist beginnt bei Dienstleistungsverträgen mit dem Tag des Vertragsabschlusses.
5.1.3. Verlangt die Kund:in ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Rücktrittsfrist mit der Leistungserbringung beginnt, kann das Rücktrittsrecht nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen entfallen oder es können anteilige Kosten für bereits erbrachte Leistungen anfallen.
5.2. Stornierung von Aus- und Weiterbildungen sowie Seminaren
5.2.1. Stornierungen haben schriftlich zu erfolgen (E-Mail ausreichend).
5.2.2. Die konkreten Stornofristen und Stornokosten ergeben sich aus dem jeweiligen Anmeldeformular bzw. dem Ausbildungs- oder Weiterbildungsvertrag und sind Bestandteil des jeweiligen Vertrages.
5.3. Absage und Änderungen von Terminen und Formaten
5.3.1. Der Anbieter behält sich vor, Veranstaltungen aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, zu geringe Teilnehmer:innenzahl, unvorhersehbare organisatorische Gründe) abzusagen. Die Absage erfolgt per E-Mail oder telefonisch.
5.3.2. Der Anbieter ist berechtigt, sachlich begründete Änderungen vorzunehmen, insbesondere hinsichtlich Termine, Inhalten, Reihenfolge der Einheiten, Leitung sowie hinsichtlich der Durchführungsform (Präsenz, online, hybrid), sofern der Gesamtcharakter der Veranstaltung gewahrt bleibt.
5.3.3. Bei Ereignissen höherer Gewalt (z. B. behördliche Anordnungen, Naturereignisse, Ausfall zentraler Infrastruktur) besteht kein Anspruch auf Schadenersatz. Bereits bezahlte Entgelte werden – soweit keine Leistung erbracht wurde – nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen oder nach Vereinbarung gutgeschrieben oder rückerstattet.
5.3.4. Sollte der Anbieter aus wichtigen Gründen (z. B. wirtschaftliche, organisatorische, gesundheitliche oder strukturelle Umstände) Aus- oder Weiterbildungen oder längerfristige Programme nicht weiterführen können, besteht kein Anspruch auf Schadenersatz. In diesem Fall sind ausschließlich jene Leistungen zu bezahlen, die bis zum Zeitpunkt der Beendigung tatsächlich erbracht wurden. Bereits im Voraus geleistete Zahlungen für nicht erbrachte Leistungen werden anteilig rückerstattet.
AGB
6. Audio- und Videoaufnahmen
6.1. Eigene Audio- oder Videoaufzeichnungen durch Kund:innen während Veranstaltungen sind nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters zulässig.
6.2. Mit internen, ausschließlich für Lehr- und Dokumentationszwecke bestimmten Audio- und Videoaufzeichnungen durch den Anbieter erklärt sich die Kund:in einverstanden. Die datenschutzrechtlichen Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
7. Urheberrecht und Nutzungsrechte
Sämtliche im Rahmen der Aus- und Weiterbildungen zur Verfügung gestellten Unterlagen, Konzepte und Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
Die Nutzung ist ausschließlich für persönliche Lern- und berufliche Zwecke der Teilnehmer:innen gestattet.
Eine darüberhinausgehende Vervielfältigung, Weitergabe, Veröffentlichung oder kommerzielle Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Rechteinhaberinnen.
8. Ort und Form der Leistungserbringung
8.1. Die angebotenen Leistungen werden in den Räumlichkeiten des Anbieters, an vorab bekanntgegebenen Seminarorten, online oder als In-House-Formate erbracht.
9. Vertraulichkeit und Datenschutz
9.1. Der Anbieter verpflichtet sich, personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen der Kund:innen, die im Rahmen der Leistungserbringung bekannt werden, vertraulich zu behandeln, sofern keine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung besteht.
9.2. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen. Nähere Informationen, insbesondere zu Zwecken, Rechtsgrundlagen, Speicherdauer und Betroffenenrechten, sind der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung auf der Website des Anbieters zu entnehmen.
9.3 Vertraulichkeit durch Kund:innen
Die Kund:innen verpflichten sich, persönliche, emotionale, biografische, berufliche oder sonstige sensible Inhalte anderer Teilnehmer:innen sowie des Anbieters, die im Rahmen der Veranstaltungen geteilt werden, vertraulich zu behandeln und nicht ohne ausdrückliche Zustimmung weiterzugeben.
9.4 Schutz des Lern- und Erfahrungsraums
Diese Vertraulichkeitsverpflichtung gilt sowohl für mündliche Beiträge als auch für schriftliche, digitale oder kreative Ausdrucksformen und dient dem Schutz des gemeinsamen Lern- und Erfahrungsraums.
10. Dialogische Klärung und Ausschluss von Teilnehmer:innen
10.1. Die Lern- und Arbeitsräume des Anbieters basieren auf einem respektvollen, achtsamen und verantwortungsvollen Miteinander. Bei Irritationen, Konflikten oder Grenzverletzungen wird grundsätzlich eine dialogische Klärung angestrebt.
10.2. Diese dialogische Klärung kann insbesondere ein persönliches Gespräch, die Benennung von Wahrnehmungen, die Einladung zur Übernahme von Verantwortung sowie die Vereinbarung konkreter Schritte umfassen.
10.3. Sollte trotz dialogischer Klärung eine erhebliche Störung fortbestehen oder vereinbarte Grenzen wiederholt verletzt werden, kann der Anbieter eine schriftliche Verwarnung aussprechen und Auflagen für die weitere Teilnahme festlegen.
10.4. Bei grob schädigendem, grenzverletzendem, diskriminierendem oder sicherheitsgefährdendem Verhalten ist der Anbieter berechtigt, die Kund:in auch ohne vorherige Klärung mit sofortiger Wirkung von der weiteren Teilnahme auszuschließen, um den Schutz der Gruppe und des Lernraums sicherzustellen.
10.5. Im Falle eines Ausschlusses besteht, soweit gesetzlich zulässig, kein Anspruch auf Rückerstattung bereits bezahlter Entgelte. Offene Beträge bleiben fällig, sofern im Einzelfall keine abweichende schriftliche Vereinbarung getroffen wird.
11. Haftung und Schadenersatz
11.1. Der Anbieter haftet für Schäden – ausgenommen Personenschäden – nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
11.2. Schadenersatzansprüche der Kund:in sind innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens jedoch innerhalb von drei Jahren ab dem anspruchsbegründenden Ereignis gerichtlich geltend zu machen.
11.3. Die Kund:in hat den Beweis zu erbringen, dass ein Schaden auf ein Verschulden des Anbieters zurückzuführen ist.
12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
12.1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts sowie des UN-Kaufrechts.
12.2. Als Gerichtsstand wird das sachlich zuständige Gericht in St. Pölten vereinbart.
13. Schlussbestimmungen
13.1. Änderungen und Ergänzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für ein Abgehen des Schriftformerfordernisses.
13.2. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt eine solche als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung möglichst nahekommt.





